Sicherheit nur durch gute Technik und gutes Pflanzenöl

Pflanzenöl hat volumenbezogen einen nahezu gleichen Energiegehalt wie mineralischer Dieselkraftstoff. Bei gleichen Temperaturverhältnissen ist Pflanzenöl dickflüssiger und beansprucht deshalb mechanisch die für Diesel konstruierten Motoren und Einspritzsystem anders.

Eine Lösung ohne wesentliche Veränderungen am Dieselfahrzeug ist die chemische Anpassung des Pflanzenöls - das Produkt Biodiesel.

Durch den aufwendigen Prozess der Veresterung mit energieärmerem Methanol verliert das Naturöl jedoch seine umwelttechnische Unbedenklichkeit, reagiert aggressiv gegen bestimmte Dichtungsmaterialien und führt zu einem literbezogen höheren Verbrauch sowie einer niedrigeren Leistung.

Die Alternative für den Einsatz von Biodiesel ist die Umrüstung des Fahrzeugs auf Pflanzenöl zur Nutzung als Kraftstoff.

Pflanzenöl ist ein hochwertiger, natürlicher Energieträger der regenerativ und klimaneutral produzier- und nutzbar ist. Pflanzenöl hat erstaunliche chemische Ähnlichkeit mit Dieselkraftstoffen und ist daher mit einfachen technischen Nachrüstlösungen in Dieselmotoren aus Serienfertigung nutzbar.

Der Energiegehalt von Pflanzenöl ist zwar etwas geringer als von Diesel, dafür ist die Dichte höher. Da die Einspritzpumpe aber ein Volumen fördert, ändert sich nichts an Verbrauch oder Leistung des Motors.

Pflanzenöl hat sogar technische Vorteile: Die Schmierfähigkeit ist besser als Diesel und es ist unter normalen Bedingungen nicht entzündlich.

Die Motoren werden technisch mit einem so genannten Zweitanksystem ausgerüstet, das den Motor mit Diesel warmlaufen lässt und bei Betriebstemperatur auf Pflanzenöl als Kraftstoff umstellt.

Doch natürlich birgt der Pflanzenölbetrieb auch Nachteile und Risiken. Wenn sie sich jedoch von seriösen Profis beraten lassen, können Sie die folgenden schweren Schäden vermeiden.

Gefahren für den Motor
Dieselmotoren sind in Ihrer gesamten Konstruktion auf den Dieseltreibstoff ausgelegt. Einige Einzelaspekte sind daher von großer Bedeutung und es gibt eine Reihe von Dingen, die Sie unbedingt vermeiden sollten:

Reines Pflanzenöl verbrennt in kalten Motoren schlecht und unvollständig. Ohne Umrüstung wird Ihr Motor Pflanzenöl nur in einer Mischung mit Diesel verarbeiten können.

Bei wenig Last verbrennt Pflanzenöl unvollständig. Es gelangt Pflanzenöl ins Motoröl und hier führt es nach einer gewissen Zeit zu einem Motorschaden.

Pflanzenöl ist ein Naturprodukt und bei der Produktion kann man viele Fehler machen. Unerwünschte Inhaltsstoffe führen zu Ablagerungen, Korrosion und Verkokungen. Auch hier sind durch direkte und indirekte Folgen Motorschäden wahrscheinlich, wenn Sie schlechtes Pflanzenöl verwenden.

Es ist deshalb wichtig, auf eine gute Treibstoffqualität und eine ausgereifte Umrüsttechnik zu achten, um eine langjährige Nutzung des Nutzfahrzeugs zu gewährleisten. Aus diesem Grund liefern wir ausschließlich Pflanzenölvollraffinate nach DIN 51605.

Um den Zustand des Motors und des Motoröls zu überwachen, empfehlen wir regelmäßige Motoröluntersuchungen. Mit diesen Untersuchungen lassen sich auch andere Rückstände auf den Zustand des Motors ziehen. Außerdem müssen die Einspritzdüsen regelmäßig ausgetauscht werden. Bei Nutzfahrzeugen empfehlen wir den Wechsel alle 500.000 km.