...und Ihre einfache Nutzung. Nachhaltige, breit gefächerte Zukunftsperspektiven

Flüssige Brennstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen können zukünftig den Bedarf an fossilen Energieträgern senken. Unser Ziel: Biobrennstoffe mittelfristig für alle bestehenden Ölheizungen zu entwickeln, so dass sie - ohne größere Investitionen in die vorhandene Anlagentechnik verwendet werden können.

file

Zu diesem Zweck haben Mineralölwirtschaft und Heizgeräteindustrie gemeinsam Testprogramme gestartet, in denen der Einsatz von flüssigen Biokomponenten als Mischkomponente zum schwefelarmen Heizöl in bestehende Ölheizungsanlagen untersucht wird. Dabei werden zwei Generationen von Biobrennstoffen unterschieden Flüssige Brennstoffe der ersten Generation basieren auf Ölfrüchten von z.B. Raps, Sonnenblumen, Sojapflanzen oder der Palmfrucht. Diese können direkt als Pflanzenöl verwendet werden oder nach einer chemischen Umsetzung mit Methanol (Veresterung) als Fettsäuremethylester (FAME). Im Vergleich zu reinen Pflanzenölen weisen FAEM-Qualitäten ähnliche Eigenschaften auf wie Heizöl EL oder Diesel. Diese Brennstoffe werden bereits heute in Großanlagen produziert und im Kraftstoffbereich verwendet. Für den Einsatz im Wärmemarkt laufen zurzeit in Europa und den USA umfangreiche Forschungsprojekte.

Parallel dazu werden Technologien zur Herstellung von sog. Biobrennstoffen der zweiten Generation entwickelt – auch Biomasse to Liquid (BTL) genannt. Diese gewinnt man durch Verflüssigung eines Synthesegases, das man aus Biomasse wie beispielsweise Stroh, Restholz oder aus speziell angebauten Energiepflanzen erzeugt. Bei der Herstellung von BTL kann für die Synthesegasproduktion in der Regel die komplette Biomasse eingesetzt werden. Eine Einschränkung auf den Fruchtkörper wie bei der Pflanzenölproduktion ist hierbei nicht erforderlich, so dass die Erträge an flüssigen Biobrennstoffen entsprechend höher sind. Das Ergebnis ist ein synthetisches Heizöl für höchste Ansprüche – mit einer Zusammensetzung, die den gewünschten Eigenschaften für einen optimalen Einsatz als nachhaltiger und betriebssicherer Energieträger entspricht. Auch die Beimischung in „klassische“ Brennstoffe würde sich als unproblematisch erweisen.

(Quelle: IWO.de)

file