Wochenanfang. Der Fahrer eines Tankwagens fährt die erste Tagestour. Im letzten Augenblick
sieht er, wie ein Pkw rückwärts aus einer Parklücke fährt. Er bremst und versucht auszuweichen.
Da bemerkt er den Gegenverkehr und reißt das Steuer herum. Der Tankwagen gerät ins Kippen…

Wie kann es zu solchen Situationen kommen? Warum kann ein Tankwagen auch bei niedrigen
Geschwindigkeiten in den Grenzbereich gelangen und umkippen?
Ein Zug mit flüssiger Ladung hat ein anderes Fahrverhalten als ein normaler Lkw. Durch plötzliche
Lenkmanöver oder durch Bremsen wird die Flüssigkeit im Tankfahrzeug in Schwingung versetzt.
Dadurch verlagert sich der Fahrzeugschwerpunkt. Die Kippgrenze ist für den Fahrer nicht fühlbar.


Aus diesen Gründen werden alle unsere Tankwagenfahrer durch Sicherheitstrainings und Einweisungen  geschult.

Diese Schulungen finden alle 3 Jahre im Rahmen einer Weiterbildungsreihe statt, bei der die Tankwagenfahrer kritische Situationen mit dem Tanklastzug bewältigen müssen - Ein allesumfassender Theorie-Teil über Abladeverfahren und technische Gegebenheiten von Tankanlagen & Tankfahrzeugen gehört ebenso in das Schulungsportfolio wie die Beurteilung von gefährlichen Situationen.

Ein kleiner Auszug aus dem Themenfeld der Trainings:

  • Sitzposition, richtig Ein- und Aussteigen
  • Spiegeleinstellung, toter Winkel
  • richtiger Einsatz der Technik (ABS,ASR,ESP…)
  • Bremsen  auf griffigem/glattem und auf losem Untergrund
  • Bremsen und Ausweichen
  • Stress und Informationsverarbeitung
  • Schlaf und Ermüdung
  • Sehen und Blickführung