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Die Qualität des Dieselkraftstoffs hat sich in der Vergangenheit entscheidend weiterentwickelt, dieser Trend wird weitergehen. Hierfür sprechen folgende Faktoren:
 

Umwelt

In der EU hat sich die Dieselqualität in den letzten Jahren verändert. So wurde z.B. der wurde z.B. der Schwefelgehalt über 50 ppm in 2005 auf unter 10 ppm (parts per million oder auch Milligramm pro Kilogramm) in 2008 abgesenkt. Deutschland hat diese Qualitäten durch unterschiedliche Besteuerung schon deutlich früher in 2001 bzw. 2003 eingeführt.

Zur Reduzierung des Treibhauseffektes wird dem herkömmlichen Diesel Biodiesel zugemischt. Die aktuellen Zumischraten betragen bis zu 7 Vol. % sogenannten FAME (Fettsäuremethylester).

Der Dieselabsatz in Europa ist in den letzten Jahren stets gestiegen und es wird, bedingt durch den LKW auch weiterhin ein hoher Dieselabsatz erwartet.

Fahrzeuge

Fahrleistung und Fahrkomfort modern konzipierter Diesel-Pkw haben praktisch keine Nachteile mehr gegen Fahrzeuge mit Ottomotoren. Der damit vergleichbare Nutzen bei niedrigerem Kraftstoffpreis wird eine weitere Verbreitung der Diesel-Pkw mit höheren Ansprüchen an die zugehörige Kraftstoffqualität bringen, die weitere Emissionsverbesserungen ermöglichen.

Die Fahrzeugindustrie hat zur Einhaltung von Umweltauflagen bzw. aufgrund politischer Zusagen Interesse am Dieselzuwachs. Das erste „3-l-Auto" hat einen Dieselmotor, der an den Kraftstoff entsprechend höhere Anforderungen stellt.

Mineralölindustrie

Die Koppelproduktion erfordert den Absatz gewisser Mengen Ottokraftstoffe und Mitteldestillate. Durch den Zuwachs an PKW Fahrzeugen mit Dieselmotor zu Lasten der PKW Fahrzeuge mit Ottomotor erfordert, das die die Produktion entsprechend angepasst werden muss.

Kraftstoffmarkt

Der insgesamt schrumpfende Kraftstoffmarkt wird noch härter umkämpft werden. Umwelt- und Qualitätswettbewerb werden dabei zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Bei allen Betrachtungen zum zukünftigen Potenzial des Dieselkraftstoffs sollten aber auch hier die Grenzen beachtet werden, die Gesamtökologie und Ökonomie setzen. Leider ist praktisch jede Verbesserung eines umweltrelevanten Dieselkraftstoff-Kennwertes mit erhöhtem Energieeinsatz in der Raffinerie verbunden, woraus hier höhere Emissionen des Treibhausgases CO2 und höhere Kosten resultieren. Deshalb sind bei Entscheidungen über zukünftige Veränderungen Gesamt-Ökobilanzen und vergleichende Kosten-Nutzen-Betrachtungen von besonderer Bedeutung. Ausgewogene und im Sinne von Ökologie und Ökonomie „richtige" Maßnahmen sind auch hier die Herausforderung der Zukunft für alle beteiligten Entscheidungsträger.