Bio-Diesel
Biodiesel besteht aus mit Methanol veresterten Fettsäuren, genauer Fettsäure-Methylester. Daher ist für Biodiesel auch die Bezeichnung RME (= Raps-Methylester oder Rapsölfettsäure-Methylester) gebräuchlich.
Die Vorteile von Biodiesel:
Die besten Lösungen zeigt uns die Natur. Das gilt auch für Biodiesel. Denn Biodiesel hat schon von Natur aus verschiedene gute Eigenschaften, die mineralische Kraftstoffe erst nach aufwendigen Produktionsschritten oder durch eine Vielzahl von Additiven erreichen. Nachfolgend möchten wir Ihnen die wichtigsten vorstellen:
-Biodiesel ist fast völlig schwefelfrei (nur 0,001 %)
-Biodiesel senkt deutlich die Ruß-Emission (bis zu ca. 50 %)
-günstige CO2 Bilanz, geschlossener CO2-Kreislauf
-Geringes Umweltrisiko bei Leckagen und Unfällen, weil biologisch leicht abbaubar
-Biodiesel ist ein nachwachsender Kraftstoff
-Verschleißminderung bei Motoren aufgrund der sehr guten Eigenschmierfähigkeit des Biodiesels
-Wirtschaftlichkeit durch günstigen Produktpreis
-Verarbeitung im Inland, dadurch volkswirtschaftliche Wertschöpfung
-Arbeitsplatzsicherung in der Landwirtschaft
Wir möchten Ihnen auch einige Nachteile gegenüber mineralischem Dieselkraftstoff aufzeigen.
-Aldehyd- und Nox-Emissionen nicht günstiger
-Kraftstoffmehrverbrauch zwischen 5 - 7 % durch geringeren Energiegehalt
-zu verkürzende Ölwechselintervalle (z.B. bei MAN und Mercedes von 100.000 km auf 30.000 km)
-Leistungsminderung je nach PS-Klasse
-Lösungsmittelverhalten gegenüber einigen Kunstoffen und Gummi, dadurch auch evtl. Probleme mit Kraftstofffiltern
-evtl. kein Betrieb von Zusatzheizungen mit Biodiesel
-Rapsanbau abhängig von agrarpolitischen Rahmenbedingungen
Biodiesel und Wirtschaftlichkeit:
Der Einsatz von Biodiesel ist, unter Beachtung der Herstellerangaben, technisch möglich!
Rechnung:
Kosten Diesel
./. Kosten Biodiesel inkl. Mehrverbrauch
+ zusätzliche Kosten für Ölwechsel und zus. Wartung
= Endergebnis
Quelle: ADM-Oelmühle Hamburg AG (2. Anwenderforum, 13.02.2003)

